Reiselust-Fernweh

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Nodtthailand/Koh Tao

                                  

 

      Nordthailand
       Chiang Rai bis Chiang Mai

Wieder einmal unterwegs in Thailand zog es uns diesmal in den Norden.
Wir unternahmen eine 7-tägige Rundreise von Chiang Rai nach Chiang Mai. Gespannt waren wir auf die Berglandschaften und die kulturelle Vielfalt der Bergstämme, Dörfer, Tempelanlagen und das Goldene Dreieck. Letzteres befindet sich im Grenzgebiet der Staaten Laos,Thailand und Myanmar welches durch den Anbau von Schlafmohn und dem Schmuggel mit Heroin bekannt wurde.

Unsere Rundreise begann in Chiang Rai. Angekommen erkundeten wir erst mal die nähere Umgebung. Da der Ort selbst keine großen Sehenswürdigkeiten zu bieten hatte, machten wir uns Abends auf den Weg zum einzigsten Geheimtipp des Ortes, dem Nachtmarkt. Der Markt findet jeden Abend in kleineren Seitenstraßen mit vielen Ständen und geschäftigen treiben statt. Auf zwei größeren Plätzen, mit jeweils einer Bühne und teilweise überdachten Sitzplätzen wird eine Vielzahl an Speisen und Getränken angeboten. Auf den Bühnen präsentieren sich jeden Abend verschiedene Gruppen mit Musik oder Tanz. So haben wir den Abend bei warmen Temperaturen, gutem Essen und angenehmer Umgebung ausklingen lassen.

Die Nacht verbrachten wir im Laluna Hotel & Resort. Wir hatten einen kleinen Bungalow in Pool nähe, den wir gerne genutzt haben. Die Anlage, der Bungalow, dass Personal und die Verpflegung waren zu unserer Zufriedenheit.



Gut gestärkt ging es  am nächsten Tag auf Tour. Unser erstes Ziel war der Wat Rong Khun, bekannt als der weiße Tempel. Es ist eine buddhistische-hinduistische Tempelanlage, die von dem Künstler Chalermchai Kositpipat aus eigenen Mitteln und Spenden erschaffen wurde.

Der Anblick dieser einzigartigen Tempelanlage ist einfach überwältigend. Das Hauptgebäude ist im Stil eines traditionellen thailändischen Tempels gebaut, außergewöhnlich ist jedoch das die Anlage nicht wie üblich in Gold und Rot sondern in Weiß gehalten ist. Diese Farbe steht eigentlich für Trauer, doch der Künstler sieht darin die Reinheit Buddhas. Die weiße Kapelle erreicht man über die "Brücke der Wiedergeburt". Vor dieser Brücke strecken sich einem Hunderte von Händen aus der Erde entgegen, was ein ziemlich deutliches Symbol für die Hölle darstellen soll. Wer also über diese Brücke geht, soll alle irdische Gelüste und Probleme hinter sich lassen. Aus diesem Grund dient die Brücke nur als Zugang zur Kapelle, der Ausgang befindet sich auf der anderen Seite. Auch das innere der Kapelle ist sehr ungewöhnlich. Zwischen buddhistischen Malereien findet man Filmhelden wie Batman und Elvis. Die ablaufende Uhr zeigt die Vergänglichkeit der Dinge und Raketen die ständige Bedrohung durch Kriege. Gut und Böse, Michael Jackson und Osama Bin Laden. Der Künstler vereint eine wilde Mischung aus Religion und Pop-Kultur, Kunst und Chaos. Es ist der ungewöhnlichste Tempel den wir je besucht haben (mein Video).

Nach dieser beeindruckenden Besichtigung fuhren wir weiter nach Chiang Saen, um von dort aus eine kurze Bootsfahrt auf dem Mekong durch das Goldene Dreieck zu unternehmen.


Wer diese Fahrt mit dem Boot im Goldene Dreieck unternimmt und nach Laos übersetzt, sollte unbedingt an seinen Reisepass denken, da dieser bis zur Rückkehr bei der Bootsanlegestelle hinterlegt wird. Die Bootstour ist kurz und eher unspektakulär. Auch stellt man sich das "an Land gehen" auf Laos etwas anders vor. Es handelt sich um eine Insel die von einem Chinesen für 99 Jahre gepachtet wurde. Auf dieser befindet sich ein Spielcasino und ausreichend Gelegenheit zum Essen,Trinken und schoppen.
Im Anschluss an unsere Bootstour besuchten wir ein Opium Museum. Die Führung war sehr interessant und informativ. Neben den Information zum Anbau und Verarbeitung von Schlafmohn zu Heroin wurden uns die unterschiedlichen Bergstämme und Ihre Lebensgewohnheiten näher gebracht.


Mae Sai, die Grenz- und Marktstadt zu Myanmar war nun unser nächstes Ziel. Hier hatten wir die Gelegenheit über den riesigen Grenzmarkt mit seinen vielen Seitengassen zu bummeln.
Entspannt ging es dann über den Pass Doi Maesalong, vorbei an den Dörfern der Bergvölker Lisu, Akha und Yao, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Auf der Passhöhe besuchten wir ein Dorf der Kuomingtan-Chinesen, bevor wir am späten Nachmittag unser nächstes Quartier das Khunmai Baansuan Resort in Thaton erreichten. Das Resort liegt etwas außerhalb, eingebettet in einer reizvollen Landschaft. Wir hatten auch hier einen kleinen Bungalow, der sich direkt oberhalb des Flußes befand. Nachdem wir den Staub des Tages abgespült hatten, genossen wir unser Abendessen bei einem kühlen Bier in einer traumhaften Umgebung.

Unser nächster Streckenabschnitt führte uns von Thaton in das quirlige Örtchen Pai. An diesem Tag hatten wir nicht nur eine weite, sondern auch kurvenreiche Fahrt durch die Berglandschaft Nordthailands vor uns.

Doch zuerst besuchten wir früh morgens den Wat Thaton mit seinen großen Buddha Statuen und einer tollen Aussicht auf die Ebene des Mekong, bevor wir auf der Weiterfahrt unter anderem Halt an einer traditionellen Reismühle machten.
In der näheren Umgebung von Mae Taeng machten wir den nächsten Stopp und tauschten das Auto gegen ein Bambusfloß. Wir unternahmen eine gemütliche Fahrt durch eine idyllische Landschaft, wo Elefanten unseren Weg kreuzten.
Danach begann die kurvenreiche  Fahrt durch die Berglandschaft. Auf der etwa 350 Kilometer langen Strecke von Mae Taeng bis Mae Hong Son gibt es insgesamt 1864 Kurven. Eine willkommene Pause bot sich bei den heißen Schwefelquellen von Pon Nam Ron Tha Pai im Südwesten von Pai. Die Temperatur der Quelle beträgt ungefähr 80 °C, was gerne zum Eierkochen genutzt wird. Eine Badegelegenheit im warmen Schwefelbecken ist ebenfalls möglich aber für uns bei einer Außentemperatur von über 40 Grad wohl eher nicht angesagt. Diese Quellen werden hauptsächlich in den Wintermonaten von Touristen und Einheimischen genutzt.


Am späten Nachmittag war unser Tagesziel in dem Ort Pai erreicht. Hier waren wir etwas abseits aber doch zentral im " The Quarter " , im oberen Teil eines doppelstöckigen Bungalows untergebracht. Den Pool direkt vor Augen, war natürlich unser erster Gedanken eine Abkühlung. Nach ein wenig relaxen am und im Pool machten wir uns dann am frühen Abend auf den Weg zum Nachtmarkt. Unser Hotel bot ein kostenlosen Shuttel-Service zum Markt an, doch wir wollten lieber zu Fuß gehen. Nach so vielen einsamen Bergdörfern und leeren Landstraßen fragten wir uns schon nach kurzer Zeit wo denn auf einmal die vielen Touristen herkamen. Hier tummelte man sich in Cafes oder gemütlichen Bars und schlenderte entlang zahlreicher Souvenirstände. Eine große Auswahl an diversen lokalen Köstlichkeiten gaben Gelegenheit einiges zu probieren.

Am nächsten Morgen ging es weiter mit unsere Berg und Talfahrt, vorbei an den Dörfern der Lisu und Lahu. Nächster Anlaufpunkt war die Besichtigung von Thum Lot, einer gigantischen Tropfsteinhöhle in der Nähe von Ban Soppon. Diese ist eine Durchgangshöhle mit einer Breite von 50 m und einer Gesamtlänge von 1.666 m. Sie wurde 1983 erstmals von Australischen Höhlenforschern erforscht und vermessen. Wir hatten Glück das der Wasserstand ausreichte um die Höhle mit dem Bambusfloß zu befahren. Die Führer und die Petroleumlampen werden aus dem Dorf der Shan gestellt. Diese haben somit die Möglichkeit, durch die unter Ökotourismus- Bedingungen geführte Höhle als neue Einnahmequelle zu nutzen. Ein reicher Fischbestand und Höhlenschlangen die sich von Fledermäusen ernähren, haben dort ebenso ihre Heimat gefunden wie unzählige Vögel.

Weiter ging es in Richtung Mae Hong Son an den Pai River, wo wir nach 30-minütiger Fahrt mit einem Longtailboot ein Dorf der Padaung im burmesischen Grenzgebiet besuchten. Viele der Padaung Frauen und einige Kinder pflegen heute noch eine ungewöhnliche Tradition. Sie tragen von Kindheit an einen schweren Halsschmuck, der aus eng anliegenden Metallringen besteht und den Hals verlängert. Tragen dürfen den Schmuck nur die Mädchen die an Vollmond geboren wurden, nur  freiwillig und erst ab und bis zu einem bestimmten Alter. Das Dorf lebt ausschließlich vom Tourismus. Zudem verkaufen die Dorfbewohner selbst gefertigtes Kunsthandwerk wie Schmuck, Handarbeiten und Schnitzereien an Touristen.

In Mae Hong Son erreichten wir am späten Nachmittag unser Tagesziel. Hier hatten wir vom Wat Doi Kong Moo auf seiner etwa 250 Meter hohen Anhöhe, einen phantastischen Rundblick auf den Ort und seinen Flughafen. Die zwei dort im burmesischen Stil befindlichen Türme stammt aus dem Jahr 1860 und 1874.

Im Anschluss stand dann noch der Wat Jong Klang am kleinen Stadtsee auf dem Programm, bevor wir unser Quartier das Fern Resort, etwas ausserhalb von Maen Hong Son erreichten. Das Resort wurde mit viel Liebe zum Detail in die ehemaligen Reisterrassen eingebettet. Es war für uns der perfekte Platz zum Entspannen, um die vielen Eindrücke des Tages zu verarbeiten.


Am nächsten Tag starteten wir zu einer längeren Überlandtour nach Chiang Mai. Wir besuchten in Khun Yuam das Kultur & Kriegsmusem, wo uns u.a.mit einem Film die Geschichte Nordthailand und die Zusammenhänge des Kriegs näher gebracht wurden.

Im Programm für diesen Tag stand auch ein Besuch im Bergdorf der Hmong an. Die Vorfahren der Hmong stammen aus Teilen Sibirien, Tibets und der Mongolei. Sie sind in Thailand die zweitgrößte Volksgruppe unter den ethnischen Minderheiten und verdienen mit der Landwirtschaft Ihren Lebensunterhalt. Der Besuch war interessant und vermittelte einen kleinen Einblick in das tägliche Leben der Menschen.

Den letzten Halt machten wir im Nationalpark Doi Inthanon und machten einen kleinen Spaziergang zum malerischen Wasserfall. Der Wachirathan Wasserfall, auch als Khongyong Wasserfall bekannt, ist einer der meistbesuchten Wasserfälle des Doi Inthanon Nationalparks. Das Wasser fällt aus einer Höhe von 70 Metern hinab und spritzt teilweise sehr weit so das man beim Fotografieren auch immer ein wenig nass werden kann.

Endstation war am frühen Nachmittag in Chiang Mai. Für zwei Nächte waren wir im Amora Thapae Hotel untergebracht.

Da der Nachmittag zur freien Verfügung stand, erkundeten wir auf eigene Faust Chiang Mai. Abends gingen wir dann zum Nachtmarkt, der um einiges größer ist als in Chiang Rai und den man auf jedenfall besuchen sollte. Auch hier gibt es diverse Foodmeilen und Lifemusik in stimmungsvollem Ambiente. Die Verkaufstände befinden sich teilweise auf den Gehwegen oder in den einzelnen Malls. Es gibt soviel zu sehen, dass wir bezweiflen alle Gassen des Nachtmarkts gefunden zu haben.


Am nächsten und letzten Tag unserer Rundreise standen Besichtigungen in und um Chiang Mai auf dem Programm. Wir besuchten die Altstadt mit seinen  historischen Tempeln wie den Wat Chedi Luang und  den Wat Phra Singh, der für die Einwohner wegen seiner einzigartigen Buddha Statue von großer Bedeutung ist. Die Statue Phra Phutta Sihing ist angeblich erst über Indien und Sri Lanka nach Chiang Mai gelangt. Sie wird jährlich zu großen Prozessionen aus dem Tempel geführt, was dann nicht nur für Einwohner der Stadt ein wahres Freudenfest ist.
Ein  Besuch des vermutlich bekanntesten Bauwerk der Stadt, dem fast 700 Jahre alten Bergtempel Wat PhraThat Doi Suthep, sollte natürlich nicht fehlen. Er befindet sich etwa 15 km vom Stadtkern entfernt und bietet einen tollen Ausblick auf die Stadt. Das imposanteste an diesem Tempel ist sein goldener Turm, den man bereits aus größerer Entfernung erblickt. Sehenswert sind neben den vielen Statuen auch die vielen Wandmalereien die sich durch den ganzen Tempel ziehen. Diesen Tempelbesuch sollte man unbedingt in Chiang Mai mit einplanen.

Hier endet unsere Rundreise die für uns ein weiteres Highlight in Asien war. Es gibt natürlich noch eine große Anzahl von Sehenswürdigkeiten in Nordthailand. Wir hatten uns für dieses abwechslungsreiche Programm entschieden um so einen kleinen Eindruck vom Norden, seinen Städten, Dörfern und Menschen zu bekommen. ( Video zur Rundreise )
Nach diesen schönen aber anstrengenden Tagen freuten wir uns schon auf den anschließenden Badeaufenthalt, auf Sonne, Sand und Meer.

        

 

      Koh Tao


Koh Tao "Die Schildkröten Insel"  liegt im Golf von Thailand rund 70 km östlich des thailändischen
Festlands und 45 km nördlich der bekannten Insel Koh Phangan vor der Südostküste Thailands. Mit nur
22 Quadratkilometern zählt sie zu den kleinsten Inseln in Thailand und ist sehr beliebt bei Backpackern, Taucher und Schnorchlern. Von Koh Samui, über Koh Phangan erreichten wir die Insel mit einem Katamaran nach 2 Stunden.

Als Location hatten wir uns für das Sensi Paradise Beach Resort *** entschieden. Es handelt sich um eine im traditionellen Thai-Stil errichtete Bungalow-Anlage die teilweise in den Hang gebaut wurde. Die Bungalows am Hang stehen auf Stelzen, verfügen über einen Schlafraum, Bad/Dusche/WC, Kühlschrank, große Veranda mit Tagbett sowie Ventilator und Klimaanlage. Von unserem Bungalow hatten einen fantastischen Panoramablick auf das Meer.
Die Anlage befindet sich in ruhiger Lage am Ende des Mae Haad Strand und ist in einem gepflegten dschungelartigen Garten intrigriert. Gebucht hatten wir mit Frühstück, welches sehr umfangreich war. Das Personal war immer sehr bemüht und zuvorkommend. Diese Resort können wir mit guten Gewissen weiterempfehlen.

Der Hafen mit seinen Anlegeplätzen, Geschäften, Bars und Restaurants ist nur einige Gehminuten entfernt. Wer nicht unbedingt im Resort essen möchte, findet dort eine Vielzahl  an Lokalitäten um den Tag in einer entspannten Atmosphäre und bei tollen Sonnenuntergängen ausklingen zu lassen.

Da wir  noch die Rundreise in den Gliedern spürten, haben wir auf der Insel keine Ausflüge gemacht. Wir verbrachten die Zeit am liebsten mit schnorcheln da direkt vor unserem Hotel vor längerer Zeit ein Schiff im Riff versenkt wurde. So vergingen herrlich entspannteTage am Strand.

 

Stand April/Mai 2016


 
 
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