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Langkawi eine Insel im Wandel


        
                                   

 



Langkawi eine Insel im Wandel




Es gibt in Asien keinen Ort den wir so oft besucht und wo wir uns so wohl gefühlt haben wie auf Langkawi. Wir haben diese Insel 2008 das erste Mal besucht und 2009 nach einer Rundreise auf Borneo ebenfalls dort einen Badeaufenthalt verbracht. Jedes mal waren wir von der Insel und seinen Bewohnern begeistert. Überall war man hilfsbereit und man konnte die Insel auf eigene Faust erkunden.
Trotzdem wir leidenschaftliche Skifahrer sind, haben wir 2011/12 den Jahreswechsel auf Langkawi verbracht und dort eine schöne Zeit, die wir auf keinen Fall missen möchten, erlebt. Es war mal etwas ganz anderes zu dieser Jahreszeit in die Wärme zu fliegen. Als Unterkunft hatten wir wie immer den Beach Garden gewählt. Man konnte sich dort wohl fühlen, hatte ein Resort mit direktem Strandzugang und mit Ida und Dietrich immer einen Ansprechpartner.


Wir hatten in diesem Urlaub wieder viel Spaß die Insel mit dem Roller zu erkunden und nach den Spaziergängen am Strand in einer der zahlreichen Strandbars einzukehren.
Einer der Highlights war jedoch eine von Dietrich organisierte Bootstour abseits der Touristentouren durch die Mangroven, mit anschließendem Barbecue an einem einsamen Strand. Auf der Tour konnten wir die Adler beim Fischen beobachten und schöne Felsformationen aus der Nähe bewundern.

Dann kam der Jahreswechsel, den wir wohl nie vergessen werden. Man hatte den Eindruck als wenn es alle an den Strand  gezogen hätte. Es war ein friedliches neben,- und miteinander vieler Nationalitäten. Wir haben den ganzen Abend keine Ausschreitungen durch Betrunkene  oder ähnliches gesehen. Überall sah man kleine Gruppen im Sand oder in den Bars sitzen. Um Punkt 12 Uhr wurde das Feuerwerk und die riesigen Holzscheitel die entlang des Strands aufgebaut waren, angezündet. Überall fiel man sich gegenseitig in die Arme und wünschte sich ein frohes neues  Jahr. Anschließend wurden die Papierlaternen angezündet. Es war schon ein bewegender Moment als diese aufstiegen und auf das Meer hinaus getragen wurden.

             .... und hier beginnt unser Reisebericht 2013/14

Da der Jahreswechsel 2011/12 einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte, beschlossen wir dies noch einmal zu wiederholen. Im Januar 2013 haben wir sofort die Flüge und im Beach Garden das Zimmer gebucht. Wir wussten zwar, dass
es in der Vergangenheit immer mal wieder Schwierigkeiten bei der Pachtverlängerung gab, machten uns deshalb aber keine Sorgen. Alles lief perfekt bis wir im Mai die Nachricht erhielten, dass das Resort auf unbestimmte Zeit geschlossen sei.

Was tun? Den Urlaub stornieren kam nicht in Frage da die Flüge bereits gebucht waren. Also machten wir uns auf die Suche nach einer anderen Unterkunft. Unsere Vorstellung war etwas gleichwertiges wie den Beach Garden zu finden,was sich aber als schwieriger erwies als wir dachten. Letztendlich hatten wir eine Alternative gefunden mit der wir leben konnten. Aber es sollte diesmal alles anders kommen, dazu später mehr.

Am 20.Dezember ging es dann endlich los und wir waren natürlich nach unserer Landung sehr gespannt was uns erwarten würde. Wir nahmen uns wie gewohnt ein Taxi und fuhren ... nicht wie gewöhnlich in Richtung Pantai Cenang sondern  an den Pantai Tengah. Wir waren darüber schon sehr traurig, hatten jedoch nichts vergleichbares in Strand nähe gefunden und mussten somit auf diesen Strand ausweichen.

Entschieden hatten wir uns für das Federal Villa Beach Resort ,  bei der Ankunft  wurden wir aber mit einem Upgrade auf das Holiday Villa Beach Resort überrascht. Es ist ein sehr schönes Hotel, das Zimmer war geräumig, sauber mit einem kleinen Balkon ,Safe, Fernseher und einen Kühlschrank. Gebucht  war nur  mit Übernachtung ,da wir im Internet  gelesen hatten das es zum Frühstücken günstigere Möglichkeiten als im Hotel. Das Resort war mit dem Beach Garden nicht zu vergleichen. Hier gab es alle Annehmlichkeiten die so ein Hotel zu bieten hat. Wellness, Restaurant mit Livemusik, Lounge -Bar, Tischtennis, großer Swimmingpool mit Swimm-up Bar und eine Strandbar die bis 23Uhr geöffnet hatte. Alles in allem hatten wir keinen Grund zu Beanstandungen und können dieses Resort  weiter empfehlen.  

Zum Frühstück und Abendessen sind wir fast immer zu Eddy ins Restaurant Cactus  gegangen. Das Frühstück bestellt man a la Card, den dazu gehörigen Nescafe kann man nicht empfehlen, besser man bestellt sich einen richtigen von der Karte, dann passt es. Wer hier Abends um 19 Uhr zum Essen geht, musste auch schon mal warten denn um die Uhrzeit war der Teufel los. Ob Suppen, Fisch, Schalentiere, Chicken, Duck, süße oder scharfe Speisen, das Essen war einfach Spitze. Die Steaks waren nicht so gut aber wer fährt deshalb schon nach Asien?

Einen Ausflug haben wir in diesem Urlaub nicht gemacht, da wir die Insel in den vergangenen Urlauben mehrmals mit dem Roller erkundet hatten. Vielmehr stellte sich uns die Frage was
wohl aus dem Beach Garden geworden ist?  Wie hat sich alles weiterentwickelt ? Was hat sich am Pantai Cenang und in der Ortschaft gegenüber der letzten zwei Jahre verändert ? Wäre es nicht viel schöner an diesem Strandabschnitt mit seinen kleinen Strandbars seinen Urlaub zu verbringen?


Um uns ein Bild zu machen gingen wir also zu Fuß
(20 Minuten) zum  Pantai Cenang. Was wir da sahen traf uns wie ein Schlag. Man hat in den letzten zwei Jahren die meisten der kleinen Geschäfte und Restaurants abgerissen und große
3-stöckige Gebäudekomplexe errichtet. Der ganze Ort ist eine riesige Baustelle mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen.
Den Beach Garden gibt es wie erwartet nicht mehr. Er wird jetzt unter dem Namen"TOK BIDIN " geführt und ist nur noch ein Motel. Die Anlage machte einen recht verlassenen und heruter gekommenen Eindruck. Auch das Strandrestaurant  mit seinem romantischem Biergarten gibt es nicht mehr.
Es ist ein Jammer. Aber nicht nur der Beach Garden hat sich verändert!  Auch das Strandleben am Pantai Cenang  ist jetzt ein ganz anderes. Hier findet man keine kleine gemütlichen und nicht überlaufenen Strandbars mehr, sondern hauptsächlich die Young Generation die Fun und Party machen möchte. Wir waren insgesamt viermal an diesem Strandabschnitt und haben jedesmal das selbe erlebt, Massentourismus. Hier wird versucht in kurzer Zeit soviel wie möglich zu verdienen. Ob der Pantai Cenang so wie er vor nicht allzu langer Zeit noch als Geheimtipp gehandelt werden kann ist fraglich!



Letztendlich haben wir Langkawi dann noch von einer anderen Seite kennen lernen dürfen. Die Entscheidung den Pantai Tengah zu wählen war goldrichtig. Unser Hotel hatte eine gemütliche Strandbar die Abends sogar bis 23 Uhr geöffnet hatte. Am Strand hatte man viel Platz mit ausreichend Liegen und Sonnenschirmen. Das Wasser war ruhig und sauber, am Strand gab es keinen Müll und wir konnten jeden Tag herrliche Sparziergängen unternehmen. Wir haben hier einige sehr ruhige und erholsamen Tage verbracht.

Bis dieser Teil der Insel so wird wie am Pantai Cenang wird wohl noch einige Zeit vergehen. Hier findet man in näherer Umgebung genügend kleine Restaurants und Cafe´s in denen man zu günstigen Preisen seinen Urlaub verbringen kann.


                                               Stand  Dezember 2013  

 
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