Reiselust-Fernweh

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Kuala Lumpur/Sarawak/Borneo

   
     



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Malaysia
  Ein Land mit vielen Gesichtern

 
Wieder trieb es uns nach Malaysia, diesmal sollte es jedoch
nicht nur ein Badeurlaub werden. Wir wollten einen Teil der unterschiedlichen Lebensräume die dieses Land bietet erkunden.

Unsere Reise begann am 13.April 2009 mit Malaysia Airlines NONSTOP von Frankfurt nach Kuala Lumpur, wo wir nach
12 Stunden schon sehr gespannt landeten. Mit dem Taxi ging es nach Kuala Lumpur ( ca. 45 Min.) ins Hotel Impiana ****,
in unmittelbarer Nähe der Petrona Towers. Es ist ein tolles Mittelklasse Hotel, das ein Super Preis-Leistungsverhältnis hat und durch seine Zentrale Lage sehr zu empfehlen ist.


Natürlich waren wir viel zu neugierig um uns nach dem
langen Flug auszuruhen, also machten wir uns sofort nach
der Ankunft im Hotel auf den Weg die nähere Umgebung zu erkunden. Unser erstes Ziel war der Menara Tower (421m) Asiens zweit höchster Fernsehturm. Er bietet mit seiner Besucherterrasse den höchsten Aussichtspunkt über der
Stadt und einen besseren Blick als von den Petronas Towers,
den höchsten Zwillingstürmen der Welt (insgesamt 452m).
Diese ragen über eines der größten Einkaufzentren Malaysias, dem Suria KLCC. Der Besuch ist einfach ein muss. Alles was
in der Mode Rang und Namen hat, ist hier in einer Dimension vertreten, wie sie in Europa selten zu finden ist. Man braucht schon einige Zeit zur Orientierung, aber wir waren ja nicht nur zum Schoppen nach Kuala Lumpur gekommen.
Der Park hinter den Petronas Towers war Abends Anziehungs- punkt für viele Menschen.Hier traf man sich zum Sport, Spazieren gehen, Relaxen oder auf einen Drink zur Happy Hour. Schön anzusehen waren die Wasserspiele und bei Einbruch der Dunkelheit erstrahlten die Zwillingstürme in hellem Licht. Es sah einfach unbeschreiblich und wunderschön aus.

Nach den ersten Eindrücken verbrachten wir eine wohlverdiente Nacht und besuchten in den nächsten 3 Tagen einige Sehenswerte Orte in und um Kuala Lumpur herum. Wir besuchten u.a.
-den Platz der Unabhängigkeit (Dataran Merdeka oder Merdeka Square) mit der Malaysischen Nationalflagge. Der Fahnenmast war mit einer Höhe von 100 Metern ehemals der höchste der Welt.
-die Residenz des malaysischen Königs ( Istana Negara), welche leider nur von außen zu besichtigen ist, dafür ist die Wachablösung nett anzuschauen.
-den alten Stadtkern mit dem Sultan Abdul Samad Building und der Kuala Lumpur Railway Station, dem alten Bahnhof. Er wurde im victorianischen Architekturstil 1911 fertiggestellt und 2001 durch den neuen Hauptbahnhof abgelöst.
-das Nationaldenkmal (Tugu Negara ) ehrt die Gefallenen des malaysischen Freiheitskampfes während der japanischen Besatzungszeit.
-das Malaysische Nationalmuseum (Muzium Negara)
- Lake Garden, dieser umfasst einen 92 Hektar großen Park mit speziellen Arealen für Schmetterlinge (Butterfly Park), Rotwild, Orchideen und Hibiskus und den größten Vogelpark Südostasiens (Bird Park)

-Besichtigung des Fernsehturms (Menara Tower)
-Besichtigung der Zwillingstürme. Sehr empfehlenswert, wir haben lediglich eine halbe Stunde für die Tickets angestanden und konnten dann zu einer festen Uhrzeit auf die Towerbridge,
wo man sich 15 Minuten aufhalten konnte.

-Petaling Street. Absolut sehenswert ist ein Besuch in Chinatown, egal ab am Tag oder am Abend. Es ist ein Erlebnis der besonderen Art durch die vielen Marktstände und Garküchen zu schlendern.

-die Batu-Cave Höhlen rund 15 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur beherbergen mehrere Hindu-Tempel. Die größte
ist die Kathedralenhöhle. 272 steile Treppenstufen führen zum Eingang dieser Haupthöhle. Zwei am Bergfuß gelegene Höhlen, die Kunstgalerie- und die Museums-Höhle kann man wie die Haupthöhle frei besichtigen.


   

Dann war es soweit, nach 4 Tagen Großstadtleben begann für uns  
                           der zweite Teil unserer Reise


Wir flogen mit Air Asia nach Kuching (Stadt der Katzen) auf die Insel Borneo
um dort das Ursprüngliche Malaysia zu erleben.

In der Hauptstadt Kuching hatten wir uns für 7 Tage ins HarbourView *** eingecheckt. Es handelt sich um ein einfaches und zentral gelegenes Stadthotel, welches zu unserer Zeit hauptsächlich von Asiaten besucht wurde. Es ist sauber und sehr Zentral gelegen. Das Frühstück könnte nach unserer Meinung etwas Europäischer gestaltet werden, denn nicht jeder mag morgens schon Nudelsuppe oder Reis.
Kuching mit seinen kleinen Gassen, ist im Gegensatz zu Kuala Lumpur sehr übersichtlich und läd zum bummeln ein. In den vielen Geschäften gibt es die unterschiedlichsten Waren, u.a. sehr viele Holzarbeiten aus der Region, zu günstigen Preisen . Wer an solchen Dingen Interesse hat, sollte sie unbedingt dort kaufen, da die Auswahl in Kuala Lumpur nicht so groß ist. Auch sind die Materialien die dort verwendet werden eher typisch für die Region. In KL findet man hauptsächlich maschinell gefertigte Waren.
Den Abend rundete ein Spaziergang an der Waterfront ab. Hier schaute man den Männern zu, wie Sie mit ihren kleinen hölzernen Sampans Passagiere über den Sarawak-Fluß schipperten, bei zum Teil traumhaften Sonnenuntergängen.

Eine Stadtrundfahrt führte uns zu den interessantesten Punkte der Stadt. Diese historische Stadt, an den Ufern des Sarawak Flusses, erinnert an die romantische Ära der weißen Rajahs, die dieses Königreich 100 Jahre lang regierten. Kolonialbauten, Hinterhöfe und Fassaden, Überreste einer englischen Renaissance, Moscheen, chinesische Tempel und elegante moderne Bauwerke prägen das heutige Stadtbild .

Höhepunkt unserer Tour waren, der älteste chinesische Tempel Sarawaks, der malaysische Stadtteil, die große Moschee, die alte Gewürzstraße mit den offenen Märkten für Fisch, Fleisch, Geflügel und Gemüse.

Im Museum von Sarawak wurde uns die Geschichte und das Leben der Iban dargestellt und näher gebracht. Wir verfolgten dies mit großem Interesse, da wir eine Nacht bei den Iban im Regenwald verbringen wollten.

Ein weiteres Highlight von Borneo sind die Orang Utans. Etwa eine halbe Stunde von Kuching befindet sich das Orang-Utan- Rehabilitationszentrum von Semenggoh. Dort befinden sich 24 Tiere die man bei der Fütterung beobachten kann. Die beste Zeit ist morgens. Wir hatten das Glück an diesem morgen 4 Tiere zu sehen.

Der 4.Tag führte uns etwa 35 km von Kuching entfernt nach Bako-Dorf. Dort steigt man in ein Boot und fährt zum Bako-Nationalpark. Es handelt sich um ein Areal aus schönen Felsformationen, hohen Klippen und sandigen Stränden direkt an der Küste des Südchinesischen Meers. Es ist der älteste Nationalpark Sarawaks.
Es gibt kilometerlange Wanderwege direkt durch den Regenwald, wo man die Tier und Pflanzenwelt bestaunen kann. Dort trifft man auch die bekannten Nasenaffen, wenn nicht grade eine Horde wilder Touristen alle verscheucht. Wir hatten leider nicht das Glück welche aus der Nähe zu sehen, trotzdem hat sich der Besuch gelohnt.

Unser persönliches Highlight !!!!!!
 
Ein Besuch im Langhaus bei den Iban

Einen besonderen Dank geht an dieser Stelle an Heidi Munan (Schweizer Honorarkonsulin von Ost-Malaysia und Autorin div. Büchern über Malaysia), die uns auf dieser Reise begleitete. Sie lebt seid 35 Jahren in Malaysia und ist mit einem Iban verheiratet. Durch Ihr Wissen hat sie uns versucht Land, Leute und Kultur näher zu bringen.  

Weiter ging es in Richtung Bootsanlegestelle, wo man unterwegs am Straßenrand wildwachsende Orchideen und Kannenpflanzen sehen konnte. Angekommen, wurde das Gepäck und der Proviant in Langboote verladen, die Fahrt konnte beginnen. Vorbei an Langhäusern, riesigen Bäumen und dichtem Dschungel erreichten wir nach ca. 45 min. unser Ziel. Es war eine beeindruckende Bootsfahrt.
Nach der Ankunft wurden wir von den Frauen der Iban und
3 kleinen Kindern mit Tee und Gebäck begrüßt. Der Rest der Familien war noch bei der Arbeit auf den Feldern. Die Iban leben hauptsächlich vom Reis und Pfefferanbau. Wir konnten uns im Langhaus einen Eindruck der täglich anfallenden Arbeiten machen. Nachmittags und Abends waren die Frauen u.a. mit der Herstellung von Bambus matten und Körbe beschäftigt.
Das Langhaus ist eine Unterkunft auf Stelzen, in dem viele Familien nebeneinander wohnen. Pro Familie gibt es eine Tür und jeder respektiert die Privatsphäre und das Eigentum des anderen. Strom wird nur bei Bedarf durch einen Generator erzeugt. Jedes Langhaus wählt einen Häuptling der sich für und um die Bedürfnisse aller Familien kümmert. Er muß z.B. alle Geburten melden.

Nach so vielen Eindrücken stand uns nun am 5.Tag das größte Abenteuer bevor. Wir fuhren von unserem Hotel aus etwa 220 km Richtung Lemanak-Fluss ins Landesinnere, durchquerten vielfältige Landschaften, vorbei an Pfeffer-und Palmölplantagen, Reisfeldern und Bauernhöfen.
Wir besichtigten eine Pfefferplantage und uns wurden der Anbau und die Arten des Pfeffers erklärt. Dieser geht von dort an die Pfefferbörse nach Singapur, wo er anschließend in die ganze Welt exportiert wird.
Weiter führte uns der Weg nach Serian, wo wir einen kleinen Markt besuchten und gleichzeitig Lebensmittel und Geschenke für die Iban kauften. Es ist Sitte kleine Geschenke für die Familien mitzubringen. Geld ist nicht erwünscht! Nach einer kleinen Erfrischung ging es weiter in Richtung Lachau, wo das Mittagessen auf uns wartete. Allein das zuschauen beim Kochen machte schon Appetit.

Nach dem Frühstück hatte man die Möglichkeit mit dem Blasrohr zu schießen. Im Anschluss darauf machten wir mit einigen Iban eine kurze Wanderung durch den Regenwald und sie erklärten uns verschiedene Pflanzen und Heilkräuter. Ebenfalls wurden uns verschiedene Fallen zum jagen von Wild erklärt, danach ging es zurück zur Anlegestelle und weiter nach Kuching. Der Besuch im Langhaus hat uns sehr beeindruckt und wir können es nur weiterempfehlen.

 Hier endet unsere Rundreise. Wir verbrachten im Anschluss noch ein paar Tage zum Relaxen
 im Hotel Beach Garden Resort auf der Insel Langkawi. Siehe Bericht 2008

 
 
 
 
 

Stand 2009

 
 
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