Reiselust-Fernweh

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Kambodscha/Vietman

   
      



 

Kambodscha-Faszinierendes Königreich


Das Königreich Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Das Land liegt am Golf von Thailand zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Die Hauptstadt Phnom Penh liegt im Süden des Landes. Das Landschaftsbild wird durch eine Zentralebene geprägt, die teilweise von Gebirgen umgeben ist. In ihr liegt im Westen Kambodschas der See Tonle Sap, durch den Osten fließt der Mekong, einer der zehn längsten Flüsse der Welt.
Kambodscha ist aus dem Reich Kambuja hervorgegangen, das seine Blüte vom 9. bis zum 15. Jahrhundert erlebte. Seine Ruinen in Angkor, Roluos, Banteay Srei und Preah Vihear wurden ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich im Jahre 1953 folgten jahrzehntelange Bürgerkriege, die viele Opfer unter der Bevölkerung und schwere Schäden in der Wirtschaft hinterließen. Auch der Vietnamkrieg und die Diktatur der Roten Khmer von 1975 bis 1979 brachten dem Land wirtschaftlichen Verfall.   
                                                             Quelle: Wikipedia.de                                                                                                                                                                                                                                     

Wieder einmal in Asien unterwegs, führte uns diesmal der Weg über Saigon nach Siem Reap. Natürlich hatten wir von den Unruhen zwischen Kambodscha und Thailand gehört, waren uns aber sicher das dies keinen Einfluss auf unsere Reise haben würde. So machten wir uns am 07.März 2013 auf den Weg um die Sehenswürdigkeiten des Landes zu erkunden.

Wir hatten für Kambodscha insgesamt 4 Tage und 3 Nächte eingeplant. Als Unterkunft hatten wir das Somadevi Angkor Hotel & Spa mit Frühstück gebucht. Das Hotel war super, die Zimmer sauber, hell und freundlich eingerichtet. Wer wollte konnte das reichhaltige Frühstück, welches in Buffetform angeboten wurde, auf der Terrasse mit Blick auf den Mekong einnehmen.  

Nachdem die Formalitäten im Hotel erledigt waren, ging es bedingt durch unseren engen Zeitplan nach einer kleinen Erfrischung direkt auf Tour.
Wir besichtigten Nachmittags Angkor Thom im nördlichen
Teil der Angkorhauptstadt Yasodharapura. Die quadratische Anlage hat eine Seitenlänge von etwa 3 km und ist von einem
100 m breitem Wassergraben umgeben. Die vier Seiten weisen
in die Haupthimmelsrichtungen. Im geometrischen Zentrum von Angkor Thom, entstand der Staatstempel Bayon mit seinem Wald aus eindrucksvollen Gesichtertürmen. Uns wurde erzählt das alle Gebäude der Stadt (auch der Königspalast), abgesehen von den Tempeln und Terrassen aus Holz bestanden haben und  heute verschwunden sind.

Nach diesem anstrengenden Anreisetag und erster Besichtigungstour, fuhren wie Abends mit einem Tuk Tuk (Motorradrikscha ) zum Abendessen und liesen den Tag entspannend ausklingen.


Ausgeschlafen ging es am nächsten Morgen zum Ta Prohm Tempel, der eine besondere Stellung unter den Tempelanlagen wegen des halbverfallenen Zustandes einnimmt. Die Vegetation und die herabgefallenen Mauersteine wurden nur soweit entfernt und gesichert, dass es Besuchern möglich ist, die Anlage zu begehen. Besonders eindrucksvoll sind die Würgefeigen und die noch größeren Tetrameles nudiflora, deren Wurzeln ganze Gebäude überwachsen. Man kann sich gut vorstellen, wie das ganze Gebiet bei der Wiederentdeckung ausgesehen haben mag, denn Ta Prohm ist fest in der Hand des Dschungels.

Errichtet wurde Ta Prohm Ende des 12. bis hinein ins
13. Jahrhundert. Die Anlage umschließt ein Gebiet von etwa
60 Hektar, wovon der Tempel und die Gebäude nur einem Hektar einnehmen. Auf dem Gelände selbst lebten vor allem Mönche.


Weiter ging unsere Tour zum Banteay Srei Tempel, der
zwar wie ein Miniaturtempel erscheint, aber dennoch zu
den Juwelen der Khmer Kunst zählt. Der heute gebräuchliche Name Banteay Srei bedeutet „Zitadelle der Frauen“ bzw. „Zitadelle der Schönheit“.
Die aus hart rosa Sandstein bestehenden Wände sind mit feinen Reliefdekor verziert. In den zahlreichen Nischen stehen kleine Figuren die so fein herausgearbeitet sind, dass sie eher wie geschnitzt aussehen, als in Stein gemeißelt. Vor den Türen kauern mythische Wächter mit Menschleibern und Affenköpfen. Außergewöhnlich schön sind auch die Reliefs auf den Türstürzen und Portalgiebeln der Tempeltürme  mit Darstellungen aus der hinduistischen Mythologie.

Auf dem Weg zum nächsten Tempel bekamen wir auch
Einblick in das einfache Leben der Einwohner. Unser Guide
zeigte uns die einfachen Unterkünfte und wie die Menschen versuchten ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Nächstes Ziel war der Östliche Mebon. Er wurde im
Jahr 944-968 auf einer künstlichen Insel, der östlichen Baray erbaut und 952 eingeweiht. Da die Östliche Baray heute ausgetrocknet ist, erhebt sich der Inseltempel inmitten der Reisfelder. Der Tempel hat vier verschiedenen Ebenen auf
denen Elefanten-Skulpturen , Löwen, Backstein-Türme und Ziegelstein-Türme zu bewundern sind.

Nach einem guten Mittagessen und einem kühlen Bier ging
es am Nachmittag zum
sagenumwobenen Angkor Wat Tempel. Wir besichtigen den Tempel mit seinen wunderschönen Reliefs, den 3 Terrassen und den wunderschönen in Stein gemeißelten Tempeltänzerinnen.
Die Geschichte Angkors ist auch die Geschichte der Khmer vom 9. bis zum 15. Jahrhundert. Die Inschriften an Säulen und auf Steinen in den Tempelanlagen lassen die einstige Größe Angkors erahnen. Wie uns erzählt wurde, berichten sie von den politischen und religiösen Taten der Könige, ebenso wie die Reliefs an einer Reihe von Tempelwänden mit Darstellungen von Kriegszügen, dem Leben am Königshof, Marktszenen und auch aus dem Alltag der Bewohner erzählen.

Wie bei vielen Touren war auch bei uns an diesem Tag der letzter Anlaufpunkt der Phnom Bakheng . Es handelt sich um einen eindrucksvollen Pyramidentempel von dem aus man in südöstlicher Richtung einen schönen Blick auf Angkor Wat hat.
Wer weder Kraft noch Lust zum Laufen hat, kann sich für 20$ auf dem Rücken eines Elefanten hinauf bringen lassen. Man sollte sich aber nicht zu spät auf den Weg machen, denn um nicht zuviel Gewicht auf den Tempel wirken zu lassen, hat nur eine begrenzte Anzahl von Leuten gleichzeitig die Möglichkeit die Treppen hinaufzusteigen. Nicht zuletzt  ist dieser Ort auch wegen seiner Sonnenuntergänge sehr beliebt. Wir hatten leider nicht das Glück, es war zu bewölkt.



Am folgenden Tag besuchten wir noch die buddhistische Tempelanlage Preah Khan und den Inseltempel Neak Pean. Das war dann auch genug und irgendwie hat das auch unser Guide gemerkt und gefragt ob wir noch eine andere Seite von Kambodscha kennen lernen möchten?

Und so führte uns der Weg dann durch kleine Ortschaften,
immer weiter ins Landesinnere, zum Tonle Sap See mit
seinen schwimmenden Dörfern. Es ist der größte See Südostasiens und einer der fischreichsten Binnengewässer
der Erde. Da die Trockenzeit erst im Juni endet, war der Wasserstand dementsprechend niedrig und man hatte das
Gefühl die Boote quälten sich durch die Schlammassen des
Tonle Sapfluss zum See.
Die schwimmenden Dörfer bestehen aus Holzhäusern die auf dem Seeboden verankert sind und so auf dem Wasser treiben. Wichtigste Einkommensquelle der Bewohner ist die Fischerei
und mittlerweile auch der Tourismus. Natürlich wird auf der Seetour ein Stopp gemacht. Man kann dann verschiedene Fische und Krokodile, die unterhalb des Hauses in Käfig gehaltenen werden bestaunen. Wie allerorts gibt es jede Menge an Souvenirs zu kaufen und auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Die Dörfer sind gut strukturiert, es gibt neben einer Kirche auch eine Schule und Tankstelle. Die Kinder lernen hier wohl vor dem Laufen eher das Schwimmen und wenn man sieht in welchem Alter die Kleinen schon alleine mit den Booten unterwegs sind, würde Hierzulande so manche Mutter Angstzustände bekommen.

 

Dies war unser letzter Tag in Kambodscha und das Fazit unseres Aufenthalts war überaus positiv. Die Menschen sind sehr freundlich und das Land sehenswert. Die Tour war sehr informativ und gut organisiert. Wir erlebten es das Erste mal, das
ein Reiseleiter sich bedankte, das wir durch unseren Besuch sein Land unterstützt haben. Im Rückblick war die gewählte Reisedauer für uns genau richtig, eine ganze Woche wäre uns zu langatmig und anstrengend geworden.  


Der zweite Teil unserer Reise führte uns nach Saigon ins
Elios Hotel. Da wir bereits 2010 diese Stadt besuchten,
genossen wir es nochmal durch die Straßen zu schlendern
und natürlich den Ben Thanh Nacht-Markt zu besuchen.

Der folgenden Tag führte uns aus Saigon ins Mekong Delta
nach Can Tho, um dort den Floating Market von Cai Rang
zu besuchen. Auf dem Weg dorthin machten wir den ersten
Stopp in der Ben Tre Provinz, von wo aus wir eine kleine
Mekong Tour machten. Wir fuhren durch enge Kanäle, in
einer wunderschönen Flusslandschaft, besichtigten eine
kleine Inseln wo wir Tee und Obst probierten. Bevor wir die
Fahrt nach Can Tho fortsetzten, konnten wir den Vormittag
bei einem gemütliches Mittagessen, mit dem für die Region typischen Elefantenohrfisch Revue passieren lassen.  



In Can Tho angekommen wurden wir direkt ins Victoria Can Tho Resort gebracht. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung und wir nutzten den kostenlosen Shuttelservice nach Can Tho, um den kleinen Ort zu erkunden und  die abendliche Stimmung am Mekong zu genießen.

Das Hotel selbst lies keine Wünsche offen und lag eingebettet in einem wunderschönen Garten direkt am Mekong. Nach einem tollen Sonnenaufgang und einem guten Frühstück, machte wir uns am nächsten morgen sehr zeitig auf den Weg, um den schwimmenden Markt mit seinen Händlern zu besuchen. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an den Hütten der Einheimischen vorbei und konnten das einfache Leben hautnah beobachten. Der schwimmende Markt ist größer als der den wir in Cai Be besuchten, auch gab es hier viele kleine Händler die sich um das leibliche Wohl der Besucher kümmerten. Im Anschluss hatten wir noch die Möglichkeit eine einheimische Familie zu besuchen. Sie züchteten alles was die Vietnamesen essen z.B. Meerschweinchen, Schlangen, Krokodile, Schildkröten und Stachelschweine.

 

Wieder zurück im Hotel machten wir uns auf die Rückreise nach Saigon. Von dort aus fuhren wir wie bereits 2010 nach
Phan Thiet, um im Sailing Club unseren 10-tägigen Badeurlaub zu verbringen.

Der Sailing Club wurde zwischenzeitlich renoviert und steht jetzt unter französischer Leitung. Der Service ist noch besser geworden und es gab während unseres Aufenthalts keinen Grund zu Beanstandungen. Der Ort selbst hat sich seit 2010 sehr verändert. Hier haben sich viele neue Restaurants und Geschäfte angesiedelt. Das Handeln ist leider nur noch eingeschränkt möglich, da auch hier die Osteuropäer mit Geld um sich schmeißen und die Preise kaputt machen.

Weitere Informationen könnt Ihr in meinem Reisebericht von 2010 nachlesen, oder bei Fragen einfach melden.
                          
                                                                                                                                                                               Stand 2013

 
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