Reiselust-Fernweh

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Hanoi-Saigon

           

    
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Good Morning Vietnam

  

Vietnam ist ein lang gestreckter Küstenstaat in Südostasien. Er grenzt an
China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer. Vietnam errang im 10.Jahrhundert die Unabhängigkeit von China, wurde von wechselnden Dynastien
regiert und kam um 1880 unter französische Vorherrschaft. 1941 von Japan erobert, wurde es 1945 in das kommunistische Nordvietnam (Hauptstadt Hanoi) und das vom Westen unterstützte Südvietnam (Hauptstadt Saigon) geteilt. Nach dem Vietnamkrieg kam es 1975 zur Wiedervereinigung und Saigon wurde nach dem verstorbenen Staatschef Nordvietnams in Ho-Chi-Minh-Stadt umbenannt.   

Die Regionen:
-der Norden, die Umgebung von Hanoi: Von Sapa über das Delta des Roten Flusses bis zur Halong-Bucht.
-die Zentrale Küstenregion, die Umgebung der alten Kaiserstadt Hue über die uralte Kleinstadt Hoi An bis nach Nha Trang.
-das Zentrale Hochland, weniger touristisch als der Küstenstreifen, Lebensraum von einigen Bergvölkern.
-der Süden, die Umgebung von Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Hauptwirtschaftsregion.
-das Mekong-Delta ist die Reiskammer Vietnams und kann über unzählige Flussarme und Kanäle auf dem Boot erkundet werden.Quelle: Wikipedia

Am 14. April war es wieder soweit und als Asienfans gehörte Vietnam schon lange zu einem unsere Favoriten. Die Reiseroute führte uns von Hanoi nach Halong, Hue, Da Nang, Hoi An, Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekong-Delta und zum Abschluss nach Phan-Thiet zum Baden und Relaxen.

Wir flogen von Frankfurt über Taipeh weiter nach Hanoi. Angekommen wurden schnell alle Formalitäten erledigt, anschließend ging es ins Hotel Galaxy*** in der Nähe des alten Stadtviertels von Hanoi. Die Deluxe-Zimmer waren zweckmäßig eingerichtet. Der Service war gut, das Hotel sauber und die Angestellten sehr hilfsbereit. Beim Frühstück fehlte es an nichts, an Wurst und Käse war nur je eine Sorte vorhanden.

Wir konnten es natürlich nicht erwarten die Stadt sofort nach unserer Ankunft zu erkunden. Bestimmte Vorstellungen hatten wir ja, aber sie wurden bei weitem übertroffen. Schon als wir das Hotel verließen, kamen wir an unsere Grenzen. Wie überquert man eine Straße in Hanoi? Ampeln werden ignoriert oder sind nicht in Betrieb. Wir hatten den Eindruck das hier jeder so fährt wie er möchte. Das wichtigste Instrument im Straßenverkehr ist die Hupe.  
Nun ja, nach einiger Zeit des Staunen und Wartens hatte eine Vietnamesin erbarmen und geleitete uns über die Straße. Unsere erste Anlaufstelle war der alte Stadtkern und wir erkannten sofort das es zu Fuß nach so einem langen Flug nicht so einfach werden würde. So kamen uns die Fahrrad Rikschas wie gerufen und wir ließen uns eine Stunde durch die Gassen von Hanoi fahren. Es war ein tolles Erlebnis, auch wenn man wegen des hohen Verkehrsaufkommen öfters die Luft anhalten musste. Was es hier zu kaufen gibt ist unglaublich, vor allen Dingen wie sie es transportieren. Nach diesen ersten Eindrücken zog es uns erst mal zurück ins Hotel, wo wir ein paar Stunden Schlaf nachholten.

Gut ausgeruht machten wir uns Abends auf um unseren
Hunger zu stillen. Im Hotel war uns das zu einfach denn
wir lieben ja das Abenteuer und den Kontakt mit den Einheimischen. Gegenüber unserem Hotel fanden wir schnell etwas interessantes. Das Haus ähnelte einem Parkhaus, in der untersten Etage wurden die Mopeds geparkt und in der 2ten und 3ten Etage gegessen. Wir waren die einzigsten Touristen und da die Speisekarte auf Vietnamesisch gehalten war und das Personal kein Englisch sprach, mussten wir uns mit Händen und Füßen verständigen.Nach einigem hin und her hatten wir unser Menü zusammengestellt. Da saßen wir nun an einem Tisch mit einem Loch in der Mitte und man sah uns wohl an, das wir nicht recht wussten was zu tun ist. Bevor das Essen gebracht wurde kam in das Loch ein Behälter mit glühender Holzkohle und darüber ein Rost. Eine Angestellte hatte anschließend sehr viel Freude uns zu zeigen wie das Fleisch gegrillt und anschließend mit diversen Kräuter in ein Reisblatt gewickelt wurde. Dazu gab es verschiedene Dips die sehr gut schmeckten. An diesem Abend hatten nicht nur wir viel Spaß.

Am nächsten Tag besuchten wir auf einer halbtägigen Sightseeingtour als erstes das Völkermuseum. Es zeigt die unterschiedlichen Völker Vietnams mit Kunsterzeugnissen von 54 verschiedenen Völkergruppen die das Land bewohnen.

Einen Besuch des Hoan Kiem See und des alte Viertel von Hanoi durfte nicht fehlen. Dieses faszinierende Gebiet mit seinen schmalen Gassen wird auch " 36 Straßen" genannt, wovon die meisten nach dem Handwerk oder der Waren benannt sind, die hier ursprünglich verkauft werden. Weiter ging es zum Literaturtempel, Ho-Chi-Ming-Mausoleum und zur Ein-Säulen-Pagode. An diesem Tag haben wir sehr viel interessantes über die Vergangenheit und die Geschichte des Landes erfahren.
Nach der Tour erkundeten wir wieder auf eigene Faust die Stadt, wobei uns das Gebiet um den Hoa Kiem See am meisten begeisterte. Er ist Hanois berühmtester See und trennt Alt-Hanoi vom einstigen französischen Kolonialviertel. Der Name des Sees ( See des zurückgegebenen Schwertes) geht auf eine variantenreiche Legende zurück (siehe Wikipedia). Die Hauptrolle spielt eine Schildkröte, und 1968 wurde tatsächlich eine 2,10 m lange und 250 kg schwere Schildkröte aus dem See geborgen, welche etwa 400 Jahre alt gewesen sein soll. Sie ist präpariert in einem Glaskasten im Jadeberg-Tempel ausgestellt. Unweit des Hoa Kiem Sees liegt auch das Wasserpuppentheater (eine Besuch ist empfehlenswert). Am Zentralplatz befindet sich ein hohes Eckgebäude mit einem Cafe im 5 Stock mit herrlichem Ausblick auf den See. Von dort oben konnte man dem chaotischem Verkehr stundenlang zuschauen. Diesen beeindruckenden Tag haben wir in einem schönen Chinesischem Restaurant neben unserem Hotel ausklingen lassen und freuten uns schon sehr auf den nächsten Tag, denn es stand eines der ersten Highlights Vietnams auf dem Plan.

Nach unserem Check-Out (Koffer blieben im Depot des Hotels) fuhren wir am Morgen Richtung Osten zur Halong Bucht. Unterwegs besichtigten wir die Thay Phuong Pagode. Der
Weg hinauf führte über Hunderte von Stufen und vorbei an vielen Ständen für die Opfergaben der Pagode. Diese besteht aus drei parallel liegenden einstöckigen Bauten auf einem Hügel, der einem Büffel ähnelt. Bekannt ist sie wegen ihrer
76 Holzfiguren die aus dem Holz des Jackfruitbaumes geschnitzten und hauptsächlich aus dem 18.Jh. stammen.
Der Tag war perfekt geplant, denn zu dieser Zeit wurde dort eine Zeremonie vollzogen und es war beeindruckend als Zuschauer daran teilnehmen zu dürfen. Einen weiteren Stopp machten wir dann an der Thay Pagode, auch Pagode des Meisters oder des Himmlischen Glücks genannt, sie ist dem Thich Ca Buddha geweiht. Vor der Pagode ist eine kleine
Bühne auf Stelzen in der Mitte eines Teiches aufgebaut, auf
der Wasserpuppentheater gespielt wird.

Im Anschluss ging es weiter Richtung Halong, durch zahlreiche Orte und vorbei an endlosen Reisfeldern. In Halong angekommen wurden wir zu unserem Hotel Grand Halong **** gebracht. Es handelt sich um ein sehr schönes Hotel mit herrlichem Blick auf die Halong Bucht. Empfehlenswert ist auch die Bar im 12ten Stock welche einen direkten Zugang auf die Dachterrasse hat. Der Service im Hotel, das Personal und auch die Verpflegung war tadellos.

Für den nächsten Tag war ein 4-stündiger Bootsausflug auf einem traditionellen Holzboot durch die Halong Bucht geplant. Die Bucht gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und hat ihre ganz eigene Geschichte, wonach der Ha Long (herabsteigender Drache) von den Göttern geschickt wurde, um die Vietnamesen gegen Feinde aus dem Norden zu verteidigen. Sie verfingen sich im Gewirr der Inseln als der Drache sie mit mächtigen Schwanzschlägen zurücktrieb. So entstanden die tiefen Kerben, die schroffen Felsen, und die zahlreichen Grotten, so erzählen sich die Einheimischen.
Leider hatten wir kein Glück mit dem Wetter und starteten unsere Tour bei schlechten Sichtverhältnissen. Wir hatten ein wunderschönes Holzschiff und konnten es kaum glauben das wir nur zu 4 an Bord waren. Auch wenn die Sicht durch Nebel eingeschränkt war, so hatte es auch etwas mystisches die herausragenden Felsen bei diesen Lichtverhältnissen zu sehen. Vorbei an den schwimmenden Dörfern wo hauptsächlich Fisch für die Touristenboote gezüchtet wurde, ging es weiter zur Besichtigung einer Höhle. Diese war riesig und mit tollen Lichteffekten ausgestattet. Man kam sich vor wie in einer riesigen Kathedrale. Nach ca.45 Minuten war der Landgang beendet und es ging wieder an Bord, wo man uns auf der Rückfahrt noch mit einem phantastischem Mittagessen verwöhnte. Wieder festen Boden unter den Füßen machten wir uns wieder auf die Rückfahrt nach Hanoi, wo wir am Abend noch einen Nachtmarkt mit seinem Bunten treiben besuchten. Auch wenn das Wetter in der Halong Bucht etwas enttäuschend war, so wollen wir diese Eindrücke nicht missen und können jedem die Tour nur weiterempfehlen.

Gespannt auf die nächste Etappe flogen wir am 5.Tag unserer Reise von Hanoi in die alte Kaiserstadt Hue. Hier änderte
sich auch schlagartig die Temperatur und wir konnten die langen Hosen endlich in den Koffer legen. Unser Hotel, das
Festival Hue*** war sehr zentral gelegen und auch hier war das Personal sehr freundlich, die Zimmer geräumig und
ansprechend eingerichtet. Noch am Vormittag begann unser Besichtigungsprogramm der alten Kaiserstadt die mehr als
140 Jahre die Hauptstadt Vietnams war.

Unsere erst Station war der alte Kaiserpalast, dieser gehört mit zum UNESCO-Weltkulturerbe und besteht aus Palastkomplexe, Tempel und Grabanlagen. Die im Krieg teilweise zerstörten Gebäude werden zur Zeit wiederhergestellt und Restauriert. Anschließend führte uns die Tour zum Wahrzeichen von Hue, zur Thien-Mu-Pagode, der Brutstätte der Anti-Regierungs-Proteste während der frühen 60-iger Jahre. Ein hier lebender buddhistischer Mönch verbrannte sich am 10.Juni 1963 auf einem Platz im Zentrum von Saigon vor laufenden Kameras aus Protest selbst. Einige Zeugen dieser Zeit sind heute noch in der Pagode zu besichtigen. Zum Abschluss dieser Tour konnten wir bei einer Bootsfahrt über den Duftfluss ein wenig entspannen. Seinen Namen bekam dieser durch das treiben der Blüten des Duftenden Frangipani Baums. Am späten Nachmittag hatten wir die Möglichkeit Hue auf eigene Faust
zu erkunden.

Am 2. und letzten Tag in Hue stand die Besichtigung eines der schönsten Kaisergräber von Hue, die Grabanlagen von Kaiser Tu Duc auf dem Programm. Der Kaiser ließ sein Grabmal noch zu Lebzeiten errichten und benutzte es unter anderem zur Meditation und für Theateraufführungen. Die verschiedenen Gebäude befinden sich inmitten von bewaldeten Hügeln und Seen und werden zur Zeit ebenfalls aufwendig renoviert. Nach soviel Kultur ging es nach einem kleinen Mittagessen ganz entspannt Richtung Danang über den berühmten Wolkenpass ( Hai-Van), der die natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen Nord- und Süd-Vietnam bildet. Er ist ca. 20 km lang, erreicht 496 Meter Höhe und führt über die Ausläufer der Truong-Son-Berge, der bis zum Meer reicht. Auf Grund der hohen strategischen Bedeutung war dieser Ort im Vietnamkrieg heiß umkämpft. Alte Bunkeranlagen stehen heute noch Zeugnis für diese Zeit. Man erzählte uns in diesem Zusammenhang, dass auch heute noch nicht alle Gebiete wegen Blindgängern passierbar seien.


Auf der Weiterfahrt nach Hoi An besuchten wir eine Kalkstein-und Marmorfabrik, wo man wunderschöne Figuren bewundern und u.a. Bilder, Schmuck, Kleidung und Porzellan kaufen konnte.
In Hoi An waren wir etwas außerhalb im Lotus Hotel*** untergebracht. Auch dieses Hotel war vom Preis-Leistungsverhältnis, Service und Zimmer sehr gut. Nach einer kleinen Abkühlung im Pool verabredeten wir uns zum Abendessen im Restaurant neben
unserem Hotel mit unserem Reiseleiter, der dort ein Abendessen für uns bestellt hatte. Es war ein Spitzenessen und wir werden diesen Abend in bleibender Erinnerung behalten.  

Am nächsten Morgen machten wir uns auf, das malerische Städtchen Hoi An zu erkunden. Es gab viel zu sehen, die Altstadt mit ihren vielen und verträumten kleinen Geschäften, den Wochenmarkt, Kaufmannshäuser, Versammlungshäuser, Tempel und Pagoden sowie die berühmte alte Japanische Brücke. Bei einer Bootsfahrt über den Thu Bon Fluss hatten
wir Gelegenheit die Fischer bei ihrer Arbeit zu beobachten.
Gerne demonstrierten sie uns ihre Fangmethoden und Erfolge. Hoi An ist ein wunderschönes Städtchen in dem wir gerne noch länger geblieben wären aber am nächsten Tag sollte die letzte Etappe unserer Rundreise beginnen.


Sehr früh (5:30 Uhr) wurden wir abgeholt und starteten mit reichlich Verspätung unseren Flug von Danang in die quirlige Metropole Saigon. Damit wir unser Tagesprogramm noch einigermaßen einhalten konnten, fuhren wir uns nach einer kleinen Stärkung direkt nach Cu Chi.

Dort befindet sich das bekannte Tunnelsystem, das wegen seiner strategisch günstigen Lage während des Vietnamkrieges ein wichtiger Stützpunkt der Vietcong war. 200 km lange unterirdische Gänge verbanden Kommandostände mit Krankenhäusern, Schutzräumen und Waffenfabriken.

Zur Demonstration wurde hier ein Tunnelstück von ca.15m für Touristen hergerichtet. Wer keine Platzangst hat sollte sich das unbedingt anschauen, nur so kann man sich vorstellen unter welchen Umständen die Partisanen damals unter der Erde gelebt haben. Im Anschluss an den Rundgang wurde uns auf dem Gelände ein Film über den Vietnamkrieg gezeigt. Es stimmte uns sehr nachdenklich und traurig soviel Elend und Grausamkeit des Krieges aus nächster Nähe zu sehen.


Am frühen Abend fuhren wir zurück nach Saigon, wo wir im Sapphire Hotel*** eincheckten. Auch dieses Hotel war zentral gelegen, der Service und die Zimmer Top. Besonders gut hat uns der Frühstücksraum im 13ten Stock mit Blick über die Dächer von Saigon gefallen.


Nach den bewegenden Eindrücken des Nachmittags, wollten wir uns Abends die Hauptstadt Ho-Chi-Minh-City (Saigon) anschauen. Es ist mit seinen 7,1 Millionen Einwohner und
16 Stadtbezirken die größte Stadt Vietnams. Wie immer
mutig und bewaffnet mit einem Stadtplan machten wir uns
auf den Weg zum Nachtmarkt, der im Zentrum der Stadt am
Ben Thanh Markt lag. Beeindruckend wie auch in Hanoi war das Verkehrsaufkommen, nur in einer anderen Dimension.
Auf nicht selten 8-spurigen Straßen herrscht ein unglaubliches Gewirr von Mopeds, Taxis, Bussen und Cyclos, wie man die Rikschas hier nennt. Letztere sind motorisiert und dürfen im alten Stadtkern nicht fahren. (Vorsicht! Wenn man erwischt wird, zahlt der Fahrgast die Strafe!)
Vorbei an Hotels, Geschäften und Mobilen Garküchen die sich auf den Bürgersteigen reihten, kamen wir zu einem Parkgelände. Hier befanden sich größere Pavillons unter denen Tanzunterricht gegeben wurde. Im Park verteilt standen Trimmgeräte die für jeden frei und kostenlos zugänglich waren. Man hatte den Eindruck die ganze Stadt sei auf den Beinen, egal ob jung oder alt hier trafen sich alle. Am Ende des Parks angelangt sahen wir die Statue Tran Nguyen Hai die sich gegenüber des Ben Thanh Markts befindet.
Der Markt ist über 10.000 qm groß und ca. 1000 Ess-, Bekleidungs-, Früchte-, Dörrfisch-,Tabak-, Elektronik-, Haushaltsständen sowie alle sonstigen Waren sind dort zu finden. Feilschen ist auf jeden Fall angesagt. Wenn dieser Markt Abends seine Pforten schließt, kommen aus allen Winkeln der Stadt die Händler und bauen den Nachtmarkt auf. Dann pulsiert das Leben auf der Straße und man kann nicht nur Waren kaufen sondern auch in diversen Restaurants im Freien schmackhaft und günstig essen.

Am nächsten Tag starteten wir nach einem guten Frühstück
von Saigon ins Mekong Delta nach Cai Be. Der Mekong hat
eine Länge von ca.4500 km und ist damit einer der längsten Ströme der Erde. Auch sein Deltagebiet ist eines der größten auf dieser Welt. Der Fluss entspringt im tibetanischen Hochland, fließt durch China, ist der Grenzfluss von Myanmar und Laos, durchquert Kambodscha und Vietnam und mündet schließlich in das Südchinesische Meer. Das fruchtbare Land am Mekong- Delta wird intensiv landwirtschaftlich genutzt und das Gebiet wächst jährlich um rund 80 Meter. Das Klima und der nährstoffreiche Boden machen es zu einem kleinen Paradies , welches auch die Südliche Reiskammer Vietnams genannt wird.
In Cai Be angekommen gingen wir an Bord eines der lokalen Boote um uns u.a. den schwimmenden Markt anzuschauen. Dieser Markt mit Früchte- und Gemüsebarken findet neben einer am Flussufer gelegenen, wunderschönen katholischen Kathedrale statt. Das Angebot an Früchten war riesig, hier sah und kosteten wir Obstsorten die bei uns in Europa unbekannt sind.

Weiter führte uns der Weg durch kleine Wasserstraßen und Kanäle und wir machten unterwegs an einer Mekong-Flussinsel halt, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Zum Essen wurden Nudelsuppe, Frühlingsrollen mit Chilisoße, Tigerpraws und Elefantenohrfisch mit Reis gereicht. Einen Reisschnaps zur Verdauung gab es im Anschluss. Es war einfach köstlich.

Nach dieser ausgiebigen Pause führte uns der Weg weiter durch die engen Wasserstraßen , vorbei an treibenden Wasserhyazinthen und Wasserspinat zu einer lokalen Heimwerkstätte. Hier hatten wir die Gelegenheit, Einheimische bei der Herstellung traditioneller Köstlichkeiten wie getrocknete Früchte, Reis-Pfannekuchen, Bonbons und Puffreis beobachten. Bei einer Tasse Lotus Tee haben wir diese natürlich gekostet. Die Weiterfahrt führte uns aus den kleinen Kanälen des Mekong-Delta wieder zurück nach Ving Long wo wir von Bord gingen und die Rückfahrt nach Saigon antraten.



Der nachfolgende und zugleich letzter Tag unserer Rundreise brachte uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Metropole von Saigon.
Wir besuchten das Hauptpostgebäude, das Rathaus, die Kathedrale Notre Dame im Zentrum des Regierungsviertels und das alte Opernhaus. Ebenfalls schauten wir uns den Palast der Wiedervereinigung an, der am 30. April 1975 von den nordvietnamesischen Panzern gestürmt und somit das Ende Südvietnams bedeutete. Er befindet sich heute noch im Originalzustand und alle Räume sind zu besichtigen.
Zum Schluss ging es ins Kriegsmuseum wo Bilder, Waffen und Daten über den Vietnamkrieg zusammengetragen sind. Es sind wieder diese Bilder und Informationen die uns sehr traurig stimmen, aber das gehört auch zur Geschichte dieses sehr schönen Landes und man darf die Augen davor nicht verschließen.

Hier endet unsere Reise von Hanoi bis Saigon und wir haben ein tolles Land kennenlernen dürfen.  
Aber was heißt kennenlernen? In dieser kurzen Zeit haben wir das Land nur oberflächlich kennengelernt, aber es war wunderschön und sehr interessant.

Damit aber noch nicht genug. Der zweite Teil unserer Reise sollte das Programm mit einem 11-tägigen Badeurlaub in Phan Thiet abrunden. Am 25. April sagten wir Goodbye Saigon und fuhren auf der Nationalstraße 1 Richtung Süden. Es ist die einzigste Fernverkehrsstraße zwischen Nord-und Südvietnam. Sie ist ca.2300 km lang und führt vorbei an zahlreichen Städten und Dörfern die sich rechts und links dieser Straße angesiedelt haben. Durch die abwechslungsreiche Landschaft und diversen Zwischenstopps wurde uns die Fahrt nicht langweilig.

Wir erreichten unser Hotel nach ca. 4 Stunden. Entschieden hatten wir uns für den Sailing Club*** mit direkten Zugang zum Meer. Es ist ein kleines Resort mit max. 60 Betten, buchbar mit Frühstück. Die Zimmer befanden sich in zwei 2-stöckigen Gebäuden oder in Doppelbungalows.
Wir hatten einen der Gartenbungalows, die wunderschön in die Anlage eingebettet waren. Die Zimmer waren groß und mit einem Kingsizebett, TV, Klimaanlage (sehr leise), Moskitonetz, Safe, Minibar, Telefon und halb offenem Bad (Badewanne, Dusche, WC, Fön) ausgestattet. Vor jedem Bungalow befand sich eine 5x3 m große Terrasse mit Sitz- und Liege-
möglichkeiten. Hier konnte man Nachts bei 28 Grad einen kühlen Drink aus der Minibar genießen.
In der Anlage gibt es eine Kiteschule und einen wunderschöner Spa-Bereich, den wir zweimal genutzt haben.

Unser Hotel hatte zwar ein super Strand Restaurant, doch zogen wir es vor Abends in die örtlichen Restaurants zu gehen. Die Restaurants waren vielseitig vertreten, ob italienisch, vietnamesisch, thailändisch oder sogar deutsch, für jeden Geschmack war etwas dabei. Ja sogar Schlange, Krokodil und Schildkröte war zu haben (leider).Im Ort selber gibt es zahlreiche Souvenir-, Schmuck,-Modeshops und Massagesalons. Handeln war auch hier möglich.


Ausflugsmöglichkeiten wurden im Ort an jeder Ecke angeboten. Wir hatten bereits nach 3 Tagen Ruhe das Gefühlt wieder etwas unternehmen zu müssen und haben bei ICS gegenüber dem Blue Ozean einen Halb-Tagesausflug mit deutsch sprechender Reiseleitung gebucht.
Zuerst ging es zum Märchenfluss, dort liefen wir Barfuß durch ein Flussbett in traumhafter Landschaft. Anschließend wurde uns die Herstellung der berühmten Fischsoße erklärt und gezeigt (Nase zu und durch). Diese basiert aus fermentiertem Fisch, der hauptsächlich aus Sardellen besteht. Weiter ging es nach Mui Ne und dem berühmten Hafen wo man unzählige Fischer in ihren kleinen Booten sehen konnte. Nächstes Ziel war der Lotus See mit einem Fotostopp und einem Spaziergang durch die weißen Sanddünen. Wer wollte konnte diese gegen ein kleines Entgelt hinunter rutschen. Das letzte Etappenziel waren die roten Dünen im Sonnenuntergang. Leider war es etwas bewölkt und die Untergehende Sonne strahlte die Dünen nicht an. Alles in allem war es ein gelungener Nachmittag.

Die restlichen Tage haben wir sehr relaxt am Strand und mit Wellness verbracht. So hatten wir ein bisschen Zeit unsere Reise und das Erlebte nochmal Revue passieren zu lassen. Am 06.Mai hieß es dann Goodbye Sailing Club und wir fuhren zurück nach Saigon um von dort wieder über Taipeh nach Frankfurt zu fliegen.

Dies war mit Abstand unser aktivster Urlaub. Wir haben sehr viel gesehen, gehört und erlebt. Es ist ein tolles Land mit sehr netten und interessanten Menschen. Der Bericht hätte noch v i e l länger ausfallen können aber wir wollten keinen überstrapazieren. Also wer noch Fragen hat kann sich gerne melden.

                                                                                                                      Stand Mai 2010

 
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