Reiselust-Fernweh

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Bali



    


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Bali   


 Die Insel der 1000 Tempel

Bali gilt als die westlichste der Kleinen Sunda-Inseln und ist vom westlich gelegenen Java durch die 2,5 km breite Bali-Straße getrennt. Bali liegt im Indischen Ozean zwischen Java und Lombok. Die meisten Berge Balis sind vulkanischen Ursprungs und bedecken etwa drei Viertel der gesamten Inselfläche. Der Vulkan Gunung Agung („Großer Berg“) ist mit 3.142 Meter der höchste Berg der Insel. Für die Balinesen ist er der Sitz der Götter.Der letzte Ausbruch von 1963 forderte 2000 Menschenleben und verwüstete zahlreiche Dörfer und Felder.

Westlich vom Agung schließt sich der riesige, zehn Kilometer breite Vulkankrater des Batur-Massivs an, mit dem Randkegel des Gunung Abang (2.153 m) als höchste Erhebung. Das Innere des Kraters wird von dem jungen Kegel des im 20. Jahrhundert viermal tätigen Gunung Batur (1717 m) und vom Kratersee Danau Batur ausgefüllt. Der Grund vulkanischer Aktivität sind zwei Kontinentalplatten, die Sundaplatte und die Sahul-Platte (Australische Platte und Eurasische Platte), die durch Bali verlaufen. Wikipedia.de

Ab in den Urlaub

  
Diesmal ging für uns die Reise am 21.Mai ab Frankfurt los. Der Weg führte uns wieder einmal über Kuala Lumpur, weiter nach Denpasar und im Anschluss folgte eine 4 stündige Autofahrt in den Nordwesten von Bali, nach Permuteran. Wie man ja aus unseren letzten Berichten entnehmen kann suchen wir eher das ursprüngliche Leben eines Landes als die Touristenzentren. Pemuteran liegt 20 Auto-Minuten östlich der Anlegestelle Labuhan Lalang (Ausgangspunkt zur Insel Mejangan) und in der Nähe des Nationalparks Bali Barat.  
Des weiteren befindet sich auch ein Schutzgebiet für Schildkröten , und in unmittelbarer Nähe vom Strand ein Aufbau-Projekt, wo ein künstliches Riff angelegt wurde. Hier kann man den Tauchern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen.


Unser erstes Hotel war das Pondok Sari****, welches mit viel Liebe zum Detail und mit landestypischen Materialien gebaut ist. Es macht Spaß den gepflegten Garten mit seinen kleinen Lotus-Teichen zu erkunden und jeden Tag etwas neues zu entdecken.
  
Die Unterbringung erfolgt in Superior,- oder Delux- Bungalows. Wir hatten einen Superior-Bungalow. Die Zimmereinrichtung besteht aus Bambus und Holz und jedes Bett wird von einem, im hohen Giebel des Grasdaches befestigten Moskitonetz überspannt. Alle Zimmer sind mit Klimaanlage und Warmwasser-Duschen ausgestattet. Das Bad ist landestypisch und halboffen, sehr geschmackvoll eingerichtet und in einen kleinen privaten Garten eingebettet.


Nach einer erholsamen Nacht wurden wir am nächsten Morgen überpünktlich von unserem Guide Otto zu der vereinbarten Tour abgeholt. Er zeigte uns seine Insel auf sehr anschauliche und zurückhaltende Weise. Der Weg führte uns durch eine bezaubernde und abwechslungsreiche Landschaft vorbei an kleinen Ortschaften, Tempeln und Reisterrassen zum Wasserfall von Munduk.
Im Anschluss fuhren wir zum Bratansee und besichtigten den Bratan-Tempel, der zu diesem Zeitpunkt für eine jährliche Zeremonie hergerichtet wurde. Nach einem schmackhaften Mittagessen ging es wieder zurück zum Hotel.
Der ersten Tag ging zu Ende und wir mussten uns eingestehen, das wir uns so Bali nicht vorgestellt hatten. Es ist wunderschön, allerdings sind die Entfernungen (außerhalb der Touristenzentren) zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten sehr groß, da man auf den engen Straßen nur langsam vorwärts kommt.


Der nächste Morgen begann mit einem schönen Sonnenaufgang und einem gutem Frühstück. Das Frühstück wird im Pondok Sari a`la carte serviert. Man kann landestypisch, Continental oder Amerikanisch frühstücken. Eier werden in allen Variationen angeboten. Der Vorteil für Taucher ,das dies bis 15 Uhr möglich ist. Nach der Stärkung war auch unser Otto wieder da.

An diesem Tag zeigte er uns u.a. die heißen Quellen, dann ging es weiter der Küste entlang vorbei an Reisfeldern zum Meerestempel Pura Rambut Siwi. Dieser Tempel ist nicht so überlaufen wie Tanah Lot und ebenfalls bei Sonnenuntergang sehenswert. Bevor es durchs Landesinnere wieder Richtung Hotel ging machten wir noch einen Stopp in Pupuan beim Bunut Bolong (Baum mit Loch).
Es waren zwei schöne, aber anstrengende Tage mit Otto.


In den nächsten Tage erkundeten wir die Umgebung um das Hotel. Wir schnorchelten am Hausriff, beobachteten die Taucher bei der Arbeit, genossen die schönen Spaziergänge am Strand und schauten den Fischern und ihren Familien bei der Arbeit zu.

Eine letzte Station im Nordwesten von Bali war für uns der Bali Bart Nationalpark. Von einem Guide der unbedingt erforderlich ist, wurden wir auf Wanderwegen durch die faszinierende, einzigartige Wildnis geführt. Dieses Gebiet galt lange als letztes Refugium des balinesischen Tigers, der heute leider zu den ausgestorbenen Tierarten zählt. Der Park ist Heimat von Rotwild und Affen, aber auch des Bateng-Rindes oder des arten geschützten Balistar. Neben rund 200 weiteren Vogelarten findet man hier auch Schlangen und Wildschweine. Auch die Flora des Parks hat einiges zu bieten: Immergrüne Primärwälder, Monsunwäldern und Palmsavannen im Norden, ausgedehnten Mangrovensümpfen und artenreiche Korallenriffs. Unser Tipp, so eine Wanderung sollte man unbedingt in den frühen Morgenstunden unternehmen, da die Moskitos gnadenlos sind. Wir sind um 7 Uhr gestartet und hatten sogar das Glück, ein Rudel Affen zu sehen.

Nach 10 wunderschönen Tagen und vielen Eindrücken hieß es Abschied nehmen.
Unser nächstes Ziel auf der Insel der Götter war das Siddhartha Dive Resort in Tulamben.
Entlang der Nordküste führte uns der Weg durch eine atemberaubende Landschaft mit vielen Reisterrassen und kleinen Dörfern, immer näher an den Vulkan Gunung Agung (dem Sitz der Götter) heran.


Im Hotel angekommen staunten wir nicht schlecht. Wir hatten uns im Vorfeld erkundigt aber was uns hier geboten wurde übertraf bei weitem unsere Erwartungen.
Zur Begrüßung gab es Abends am Pool eine Vorführung einer Gamelan-Gruppe mit balinesischen Tänzen und Liedern. Auch ein kleines Buffet und Begrüßungsdrinks fehlten nicht.

Das Siddhartha Dive Resort***** wurde 2009 erbaut und befindet sich in Nordosten der Insel. Es handelt sich um ein Luxushotel mit spektakulärer Architektur in grandioser Lage. Die Anlage ist TOP gepflegt, das Personal freundlich und hilfsbereit. Nähere Informationen erhaltet Ihr über unseren Link auf die Hotel eigene Seite. Es ist tatsächlich so wie es dort beschrieben wird.


Pünktlich wie bestellt, war am nächsten Tag Otto zur Stelle um uns diesen Teil seiner Insel zu zeigen. Vorbei an Dörfern, Reisterrassen führte uns der Weg entlang der Küste über Candi Dasa und einem schönen Lotussee nach Pura Goa Lawah.
Er ist einer der heiligsten Tempel auf Bali, auch Fledermaushöhle oder Fledermaustempel genannt, beherbergt Tausende von Fledermäusen. Dicht an dicht hängen sie an der nicht all zu hohen Höhlendecke und lassen sich weder von den Touristen, Schlangen noch von den zahlreichen Zeremonien und Prozessionen die hier stattfinden stören. Direkt vor der Höhle stehen einige Schreine an denen die Gläubigen ihre Opfergaben darbringen und Gebete verrichten. Sie blockieren den Eingang in den Berg, denn das Felsgewölbe ist heilig. Keiner weiß genau wie groß die Höhle ist aber für die Balinesen ist klar das sie sich 20-30 km in den Berg erstrecken muss und einen Ausgang im Pura Besakih (Muttertempel) am Gunung Agung hat.


Anschließend ging es weiter nach Klungkung dem kleinsten Regierungsbezirk von Bali. Einst war es Zentrum von Balis wichtigstem Königsreich. Am 28. April 1908 war dies der Schauplatz eines puputan (ritualisiertem Massenselbstmord). Dabei handelte es sich um einen Kampf (der Balinesen) gegen die kolonialen Niederländer, bei dem der Tod jedem Aufgeben vorgezogen wurde. Wir besuchten dort den Gerichtspalast mit seinen schönen Wandmalereien, die Geschichten über das Leben, Rituale und Verbrechen der Balinesen erzählen. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Museum wo man Zeitgenössische Gegenstände betrachten kann.
Nach einem typisch balinesischem Mittagessen (Babi Guling, gegrilltes Spanferkel) machten wir uns auf den Weg in die Künstlerstadt Ubud. Hier werden u.a. Malerei und Textilkunst aber auch Steinmetzarbeiten und Holzschnitzereien hergestellt und angeboten. Wer nun denkt dort könnte man bequem Schoppen gehen, der täuscht! Denn anders wie bei uns werden die Waren Straßenweise angeboten. Das bedeutet in einer Straße gibt es nur Holzartikel in der anderen nur Malereien usw.. Man muss schon eine gute Kondition und jede Menge Zeit mitbringen um in Ruhe etwas zu finden.

Am späten Nachmittag erreichten wir wieder unser Hotel und nach einem schönen Abendessen genossen wir noch einen letzten Drink an der Bar. Dann legten wir uns für ein paar Stunden zur Ruhe...denn wir wollten für unser letztes Highlight noch ein paar Kräfte sammeln.

                     Der Vulkan Batur 1.717m

Kurz vor Mitternacht holte uns Otto wieder ab und nach
2 Stunden Autofahrt begann unsere erste Vulkanbesteigung.


Otto war zwar unser Guide, doch zog er es vor im Tal zu bleiben. So machten wir uns in absoluter Dunkelheit mit unserem Führer, jeder bewaffnet mit einer Taschenlampe
und Getränken auf den Weg. Der Aufstieg dauerte ca.
2,5 Stunden und führte uns über Lavagestein und später
in Serpentinen zum Gipfel des Vulkans, wo wir auf einen
schönen Sonnenaufgang hofften. Wir wurden nicht enttäuscht,es waren unvergessliche Momente. Im
Anschluss haben wir uns den Krater des noch aktiven
Vulkans näher angesehen. Der Abstieg erfolgte über eine
andere Route, stets mit Blick auf den Batur See.


Nach dieser Tour war Otto der einzigste der noch fit war, denn er hatte die ganze Zeit geschlafen. So ging es also weiter zum Pura Ulum Danu Batur Tempel. Er ist nach dem Agung Basakih Tempel der zweitwichtigste Tempel Balis. Hier befindet sich der zeremonielle Thron von Ida Bhatari Dewi Danu, der Seegöttin.

Der Pura Basakih ist das bedeutestende, auf der Insel Bali gelegene hinduistische Heiligtum in Indonesien und Muttertempel aller balinesischer Tempel. Er befindet  sich auf 950 Meter Höhe am Südwesthang des noch aktiven Vulkan Gunung Agung. Die gesamte Anlage umfasst 200 Gebäude.
Es war für uns sehr beeindruckend, aber durch den Kommerz der dort stattfindet auch sehr enttäuschend.



Nach diesem letzten Ausflug mit Otto genossen wir noch ein paar schöne Tage im Hotel. Unbedingt zu empfehlen ist der Spa-Bereich wo man sich herrlich verwöhnen lassen kann. Die Rückreise haben wir dann am 09.Juni mit einer 3-stündigen Autofahrt nach Denpasar angetreten.

 

Fazit: Bali ist ein sehr schönes und abwechslugsreiches Land. Die Menschen sind sehr hilfsbereit und freundlich. Es gäbe noch viel zu erzähle aber das würde wie immer diese Seite sprengen. Also wie immer: Bei Fragen bitte melden.


                                                   Stand Mai 2011

 
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